Zum Essenspart des Blogs…

Manchmal brauch ich es doch. Die Zeit, alleine, in meinem Lieblingscafe, mit meinem Lieblingsespresso mit mir selbst. Denn nur so kann man eines so richtig gut: Leute beobachten. Und gerade dieses Beobachten motiviert mich Texte über ein Thema zu schreiben, das mir, wie kaum ein anderes, am Herzen liegt. Beim Sehen wie belanglos heutzutage mit Nahrungsmitteln umgegangen wird kann man nicht mehr ruhig bleiben. Ich möchte mit meinen Texten Alternativen aufzeigen.

Vorweg, vielleicht muss ich meine Aussage bezüglich Belanglosigkeit von Essen hier schon wieder revidieren. Ich bin mir nämlich manchmal nicht sicher wie egal das Thema in der Gesellschaft ist. Beim Stöbern in Buchhandlungen wird man fast erdrückt von Ernährungsratgebern, (dogmatischen) Kochbüchern und DIY Anleitungen. Ganz im Gegensatz dazu das Hineinschaufeln vieler Menschen am Mittagstisch, am besten noch mit dem Smartphone in der Hand. Gerade dieses fehlende Bewusstsein für Nahrung an sich und die verlernte Fähigkeit vieler Menschen Essen wirklich zu genießen bietet genug Raum für die Industrie um Profit zu schlagen. Hat nämlich keiner mehr Ansprüche an das was er isst, ist auch die Qualität die zur Verfügung steht völlig egal.

slowfood-lead

Warum also „Slow Food“? Was sich im ersten Moment möglicherweise als weiteres Ernährungsdogma anhört ist in Wirklichkeit der natürlichste und logischste Zugang zum Thema Nahrung und Essen. Regional und saisonal einkaufen und die Rückbesinnung auf traditionelle Rezepte, immer angepasst an die heutige Zeit.
Schon beim Eintippten der letzten Worte habe ich schon die Argumentation vieler im Ohr. „Aber der Preis, …, der Preis und nochmal der Preis.“ Was jetzt vielleicht klingt wie eine Trotzreaktion eines kleinen Kindes, das unbedingt seinen Willen durchsetzen will ist und bleibt meine einzige Antwort darauf:“Nein!“. Nein, weil lokale produzierte Lebensmittel in Saison nicht teurer sein können/dürfen als Importware. Das ganze natürlich im Wissen das ich nicht über das umfassend-vernetzte Wissen von wertgeschätzten Wirtschaftsstudenten verfüge, welche mir jetzt wahrscheinlich ganz genau erklären könnten wieso genau aber doch der Transport ach so günstig sein kann.

Alles in allem wird Slow Food, zur Lebenseinstellung, die nicht wie im ersten Moment vielleicht vermutet wird einschränkt, sondern den Horizont öffnet und Bezug zu und Wissen schafft über die Produkte aus der Umgebung. In diesem Teil des Blogs will ich Alternativen zu herkömmlichen Einkaufsverhalten aufzeigen, Produkte der Saison vorstellen und das eine oder andere mal (oder auch öfter) ein paar kochtechnische Eigenkreationen posten.

Dieser Beitrag wurde von meinem älteren Bruder verfasst – als Gourmet der Familie kocht  er mit viel Liebe neben dem Studium in einem Restaurant in Innsbruck das voll und ganz hinter dem beschriebenen Slow Food Konzept steht.

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